Donnerstag, 9. September 2010 |
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Praktisches Sofa zum Aufblasen: „Big Blo 2“. Von Blofield |
Das Gentleman-Sofa
Welches Plastikmöbel schafft es schon, alte Herren mit Anzug und Zigarre würdevoll aufzunehmen und als Traditionalist durchzugehen? Bis Blofield auftauchte: keines! Die Stühle und Sofas der Kollektion haben zwar das Aussehen und die Eigenschaften eines authentischen Chesterfield – ganz so, wie sie in den ehrwürdigen Gentlemen Clubs im Vereinigten Königreich Tradition haben.
Der Clou aber, den man im Herrenclub bisher noch nicht kannte: Statt auf Leder liegt der Tweet-Anzug bei Blofield auf PVC auf. Statt Schaumstoffpolsterung findet man im Innenleben nur Luft. Das Aufblas-Möbel kommt in einer Trolley-Tasche mit Elektro-Pumpe.
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Futuristisch „Truffle“ ist auch gartentauglich. Von Porro |
Der Space-Lounger
Außen massiv, innen luftig: „Truffle“, der Armlehnstuhl mit den Grübchen, wird in einem speziellen Verfahren mit Rotationsformen hergestellt – ganz ähnlich wie Nikoläuse oder Osterhasen aus Schokolade gefertigt werden. Wer den Stuhl in den Garten tragen möchte, wird sich wundern. Trotz innerer Leere bringt der Armlehnstuhl ein beachtliches Gewicht zusammen.
Hat man ihn einmal hinausgeschleppt, kann er aber lange dort bleiben. Der thermoplastische Kunststoff kann auch schlechte Witterungsverhältnisse ab. In der schwarzen Ausführung erinnert das löchrige Stück tatsächlich an eine Trüffel, die weiße Version dagegen weniger an eine helle Trüffel als einen zerschlagenen Golfball.
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In Schaukellaune „Canasta“ trotzt Kinderfingern und dem Wetter. Von B&B Italia |
Die Loch-Liege
Wer als Kind bei den Großeltern im Schaukelstuhl sitzen durfte, der kennt noch heute die Regeln des abenteuerversprechen-
den Möbels. 1. Immer mit genügend Abstand zu Menschen, Möbeln und vor allem Fenstern schaukeln. 2. Nicht mit den Fingern im Wiener Geflecht herumfummeln, um es nicht zu zerstören.
Für die Gartenliege „Canasta“ nutzte Patricia Urquiola das Flechtwerk mit den nostalgischen Assoziationen und verbesserte seine Haltbarkeit. Die Serie besteht aus weißen oder braunen Polyethylenfasern. Dank dem klimabeständigen Gestell aus Edelstahl ist das Möbel vor Wettereinflüssen gerüstet. Und vor knibbelnden Kinderfingern sowieso.
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Schwingerclub Elastisch und filigran, aber doch stabil: Frei-schwinger „Myto“. Von Plank |
Der Revolution-Prince
Es war ein Paukenschlag, als Marcel Breuer in den späten 20er-Jahren seinen Freischwinger aus Stahlrohr präsentierte, der in puncto Elastizität alle anderen hinterbeinlosen Stühle starr und unflexibel aussehen ließ. Es dauerte 80 Jahre bis der Freischwinger eine nächste Revolution erlebte.
Gemeinsam mit dem Chemiekonzern BASF und dem italienischen Möbelhersteller Plank entwickelte Designer Konstantin Grcic einen Stuhl als Monoblock mit einem stabilen Rahmen und netzartigen Durchbrüchen in Sitzfläche und Rückenlehne. Der Kunststoff „Ultradur High Speed“ ermöglichte mit seiner hohe Fließfähigkeit einen eleganten Wechsel von einem dicken zu einem dünnen Querschnitt.
| Die Pool-Kugel
Lang machen, Beine ausstrecken – und das zu zweit mit jeder Menge Platz in alle Richtungen: Das war ursprünglich einmal das Gemütlichkeitskonzept für die Wohnzimmer-Couch. An den Pool holte es der Designer Richard Frinier mit dem Entwurf seines Outdoor-Loveseat „Orbit“.
Die Sofainsel besteht aus der höchst widerstandsfähigen und ausgezeichneten Dedon-Kunststofffaser, die Wind und Wetter gut übersteht. Vor grellen Sonnenstrahlen schützt das Stoffverdeck, das mit einem Handgriff ausgeklappt wird. Und schon wird aus dem Cabrio ein Luxus-Strandkorb, der ganz nebenbei auch noch vor ungewollten Blicken schützt. Bye-bye, Hollywoodschaukel, du hast ausgedient!
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Trend trifft Tradition Wirft seinen Schatten voraus: Plexi-Leuchte „Louis 5 D“. Von Ligne Roset |
Der Plastik-Lüster
Barock hatte einmal so viel mit Plexiglas gemeinsam wie Wolfgang Amadeus Mozart mit Plastik-Sängerin Lady Gaga. Dann tauchte „Louis 5 D“ auf und Epoche und Material wurden miteinander vereint. Wurden früher opulente Linien eher aus kostbarer Masse geformt, so verschaffte der Spannungsbogen aus pompöser Linienführung und schlichtem Material gerade den Anhängern des zeitgenössischen Designs Erleichterung.
Die Umrisse der Wandleuchte hätten sicherlich auch dem Sonnenkönig Ludwig XIV. gefallen, ihre minimale Konstruktion findet aber besonders unter Kennern zeitgenössischen Designs Anklang. Knipst man den Lüster an, so entsteht ein mächtiger Schatten an der Wand dahinter.
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Stapelbar „Trace“ ist genügsam und funktional. Von Desalto |
Der Spar-Stuhl
Materialschlacht Fehlanzeige: Würde jemand einen Preis für den Lehnstuhl vergeben, der mit dem geringsten Materialaufwand auskommt, so würde „Trace“ sicherlich auf einem der oberen Treppchenplätze landen. Seine Form, so beschreibt Designer Shin Azumi die filigrane Sitzschale, ist eine Reminiszenz an die Umrisse eines Stuhls und seine Spuren, die er auf der Netzhaut des Auges beim Betrachter hinterlässt.
Etwas weniger poetisch, aber bestimmt genauso überzeugend sind die harten Fakten des Kunststoff-Stuhls. Er ist innen wie außen nutzbar, stapelbar, optional mit Drehfuß, in Weiß, Schwarz oder Rot und mit Bioleder bezogener Kissenauflage erhältlich.
| Das Natur-Licht
Polyurethan-Spritzguss, detaillierte Ergonomie Recherche und die allerneueste 3-D-Design Technologie halfen der britischen Architektin Zaha Hadid, ihre Visionen für die Stehleuchte „Genesy“ umzusetzen. Hadids Wunsch: Wie bei einem natürlich gewachsenen Baum sollte ein ineinander verwobenes Baumkronendach entstehen.
Die freie Natur diente als Vorlage bei der Form der Äste, die den Kontrast zwischen Positiv und Negativ, Konvex und Konkav, zwischen Spannung und Verdichtung zeigen. LEDs sorgen für eine direkte, Halogen- und Leuchtstofflampen für die indirekte Beleuchtung. Zwei getrennte Touchdimmer regeln die Intensität der unterschiedlichen Lichtquellen.
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| Die Flexi-Pflanze
Kunststoff, der Natur imitiert? Kann das Klasse haben? Seit die französischen Brüder Ronan und Erwan Bouroullec 2004 ihre wasserpflanzenförmigen „Algues“ vorstellten, schon.
Die Plastikalgen können über kleine Steckverbindungen auf ganz verschiedene Art und Weise zu gewebeartigen Strukturen miteinander verbunden werden – vom luftigen Vorhang bis hin zum undurchdringlichen Dickicht, das beispielsweise als Raumteiler dient.
Je nachdem, wie viele Teile zum Einsatz kommen, wird die Struktur leichter oder stärker. Die Kunststoff-Pflanzen sind auf diese Weise eingesetzt innenarchitektonische Bausteine und dekorative Elemente zugleich.
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| Der Spiel-Kamerad
Das Leben dieses Bären ist eine einzige Erfolgsstory. Vor zehn Jahren löste das strahlende Gummibärchen einen absoluten Hype in Kinderzimmern aus. Der in Deutschland entworfene „Lumibär“ machte rasend schnell die Runde über den Erdball und bringt nun auf der ganzen Welt Kinderaugen zum Leuchten.
Wer sich auch im Erwachsenenalter als Reminiszenz an die guten alten Zeiten einen „Lumibär“ leisten möchte, kann sich die Outdoor-Variante auf den Balkon oder in den Garten stellen. Für die anderen bleibt er auf ewig der bunte Freund aus der Kindheit. Das Bärchen gibt es in Blau, Rot, Gelb und Weiß.
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