Dienstag, 7. September 2010
 
   
 



Herwig Kleinhapl, Bernhard Schönherr und Mark Jenewein mit ihrem sichtlich neugierigen Jack Russell Terrier Anthony in der „Bar Kottulinksy“ in Graz. „Funktion ohne Aufregung, ohne Emotion, ohne Gefallen – das ist uns eindeutig zu wenig!“


Lova bedeutet?

 

LOVE : Liebe ist nun mal eines der größten Wörter der Welt, wenn nicht sogar das größte Wort überhaupt. So einen Büronamen zu wählen, ist ein Bekenntnis zum Beruf. Der Vorteil an einem Wort wie „Love“ ist natürlich, dass schon auf den ersten Blick viele Türen geöffnet werden – und zwar nicht nur in strategischer Hinsicht, sondern auch in emotionaler.

 

Leider sind wir nicht die Einzigen, die das erkannt haben. BMW fragt in seiner Werbelinie für den Mini: „Is it love?“ Und ein deutscher Privatsender stellt fest: „We love to entertain you!“ Und wir sagen: Wir lieben unsere Arbeit und sind mit dem ganzen Herzen voll dabei.

 

 

Sie haben von Vorteilen gesprochen. Was ist denn der Nachteil?

 

LOVE : Der Nachteil ist, dass bei einigen unserer Kunden unsere Mails im Spam-Filter landen! Einige E-Mail-Programme wollen uns einfach nicht unsere Seriosität abkaufen, man ist sofort in der Schmuddelecke. Aber das lässt sich ja einrichten. Manchmal machen wie die Erfahrung, dass die Leute bei „Love“ an alles Mögliche denken, nur nicht an die Architektur …

 

 

Kein Wunder. Der Büroname suggeriert etwas Intimes, Erotisches.

 

LOVE : Dabei darf man nicht vergessen, dass Architekt in der Tat ein sehr intimer Beruf mit viel Interaktion ist. Man baut zum Bauherrn eine Beziehung auf, die meist ein paar Jahre dauert, und lernt in diesem Zusammenhang viele Details aus seinem Leben kennen.

 

Das beginnt bei ganz banalen Wohnvorlieben wie Koch- und Essgewohnheiten und geht hin bis zu besonderen Baderitualen oder zur Frage, ob die Toilette in einem eigenen Raum abgesperrt sein muss oder offen im Schlafzimmer stehen kann.

 

 

 

Das Grazer Büro LOVE Architecture hat es voll und ganz auf die Emotion abgesehen.

 

H.O.M.E. sprach mit den Protagonisten über gläserne Transparenz, haptische Erotik und tausendjährige Eier.

 

 

Text

Wojciech Czaja

 

Foto

Philipp Kreidl

 

 

Komplette Story: H.O.M.E.-Österreich April 2010