Donnerstag, 9. September 2010 |
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MESSE-TALK
Dieter Hofmann, GF der Blickfang GmbH, über die Stimmung auf der diesjährigen Messe in Stuttgart.
Herr Hofmann, welche Trends haben sich für 2010 so weit heraus-
kristallisiert?
Einerseits ist der Trend zu Farbe zu beobachten, andererseits der zu natürlichen Materialien, vor allem zu Holz. Es werden zudem Produkte mit Gesicht gesucht, die unverwechselbar sind und deren Geschichte im besten Falle bekannt ist.
Auf der Blickfang wird viel junges Talent gezeigt. Welchem Designer oder welcher Designerin prophezeien Sie eine große Zukunft?
Das ist natürlich eine schwierige Frage, da wir eigentlich bei allen Blickfang-Designern ein Potenzial sehen. Sollte ich mich festlegen, würde ich hier Maigrau und Kunotechnik hervorheben. Beide Möbellabels haben sehr schöne neue Produkte im Programm, denen ich große Chancen am Markt einräume.
Die Blickfang findet an fünf Orten der Welt statt, welche Chancen bietet das?
Das aufstrebende Designlabel profitiert so von den Vorteilen der Blickfang, nämlich direkt am Kunden die Markttauglichkeit und den Markterfolg zu testen – und das nicht nur an einem Standort, sondern gleich in vier verschiedenen Ländern. Vor allem unsere drei Hauptländer Deutschland, Österreich und die Schweiz bieten hier aufgrund der gleichen Sprache und der hohen Designaffinität einen großen Synergieeffekt.
Welche Standortunterschiede gibt es?
Klischees, die dann aber doch irgendwie zutreffen: Die Schweiz mag es eher puristisch und schätzt hohe Verarbeitungsqualität, die Österreicher hingegen gehen Design eher mit Ironie und Humor an. Deutschland pendelt irgendwo dazwischen.
Welche Lücke füllt die Blickfang?
Jene zwischen Designer/Hersteller und dem Endverbraucher. Ein Jurymitglied hat das mit den Worten „Das Produkt erfährt durch diese Begegnung eine emotionale Aufladung und dadurch einen Mehrwert“ schön beschrieben.www.blickfang.com