Donnerstag, 9. September 2010 |
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Aus eins mach drei Die Architekten Juri Troy und Matthias Hein vor ihrem „Haus K3“ in Hörbranz, das von einem Einfamilienin ein Dreifamilienhaus verwandelt wurde. Ein gelungenes Beispiel für Energieoptimierung durch Nachverdichtung |
STECKBRIEF:
Matthias Hein 1971 geboren in Bietigheim | 1990–1996 Studium an der TU Innsbruck | 1996–1999 Studium und Diplom an der TU Wien | 1991–2001 Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros | 2002 Gründung Büro Hein in Bregenz | Seit 2005 Vorstandsmitglied ZV Vorarlberg | Seit 2006 projektbezogene Partnerschaft mit Juri Troy, Bregenz/Wien
Juri Troy 1972 geboren in Bregenz | Steinmetz- und Hochbauausbildung | Studium an der TU Innsbruck | Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien/Prof. Lainer | 2003 Gründung Büro Troy in Wien | 2005–2007 Lehrauftrag an der TU Wien | Seit 2006 projektbezogene Partnerschaft mit Matthias Hein, Bregenz
Projekte (Auswahl)
2010 – Aufbahrungshalle Hörbranz
2010 – „Velux Sunlighthouse“, Pressbaum
2009 – Feuerwehrhaus/Rot-Kreuz-Zentrale, Wolfurt
2009 – Michael-Grzimek-Schule, Frankfurt am Main
2009 – Volksschule und Mehrzweckhalle, Satteins
2009 – Mehrfamilienhaus „K³“, Hörbranz
2009 – Einfamilienhaus „L|U“, Dornbirn
2007 – „Grünes Haus“, Feldkirch
2007 – Wohnanlage Auer-Welsbach-Straße, Wien
2005 – Feuerwehr & Bergrettungshaus, Schoppernau
2004 – Dorfzentrum, Übersaxen
2003 – Kultur- und Geschäftshaus, Schoppernau
2002 – Urnenstelen, Hörbranz
Sie betreiben Ihr Büro räumlich getrennt in Bregenz und Wien. Wie kam es zu dieser außergewöhnlichen Zusammenarbeit?
Matthias Hein: Vor acht Jahren trafen wir uns zufällig mit dem Motorrad an einer Ampel in Salzburg. Wir kannten uns flüchtig, deshalb hielten wir an und plauderten ein wenig. Dann sahen wir uns auf Juris Diplomausstellung wieder. Dort bot ich ihm an, mich bei einem Projekt zu unterstützen. So haben wir zueinandergefunden. Juri eröffnete danach sein Büro in Wien und wir arbeiteten eine Zeit lang getrennt, aber seit dem „Grünen Haus“ machen wir alle Projekte gemeinsam.
Wie funktioniert eine Zusammenarbeit auf so weite Distanz?
M. H.: Da uns die Zeit zum Pendeln fehlt, entwerfen wir oft örtlich getrennt. Abends diskutieren wir über Skype bis tief in die Nacht und schalten dabei unsere Monitore zusammen, so sehen wir die Entwurfsideen des anderen am Schirm. Unsere Zusammenarbeit funktioniert dank dieser neuen technischen Möglichkeiten.
Komplettes Interview H.O.M.E. Juni 2010
Eine Zusammenarbeit zwischen Bregenz und Wien?
Das funktioniert. Wir sprachen mit Matthias Hein und Juri Troy über weniger Fleisch für den Klimaschutz, mehr Familie unter einem Dach und das allererste CO2-neutrale Haus.
Text
ASTRID HÖRETZEDER
Foto
PHILIPP KREIDL
Komplette Story: H.O.M.E. Österreich, Juni 2010