Dienstag, 18. Januar 2022
 
   
 


 

Jänner 22

 

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Desirée Treichl-Stürgkh, Herausgeberin

Foto: Wolfgang Zajc

 

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

 

 

Willkommen in der surrealen H.O.M.E.-Ausgabe!

 

Fragen Sie sich in den letzten paar Monaten nicht auch ab und zu, was noch real und was schon unwirklich ist? Anders gefragt: Hätten Sie sich vor zwei Jahren gedacht, dass wir uns bald alle mit Themen beschäftigen werden, die unser natürliches Realitätsbewusstsein weit übersteigen und uns oft ratlos, staunend und fast ungläubig zurücklassen? Hätten Sie geglaubt, dass sämtliche Werte und Haltungen gnadenlos hinterfragt werden?Fast kommt es einem vor, als hätte das Surreale Einzug in alle unsere Lebenslagen gehalten – als würden sich die Grenzen zwischen Realismus und Surrealismus aufweichen und unsere Wahrnehmung beeinträchtigen. Seit wann kennen wir den Surrealismus überhaupt als Kunststil? Vor ziemlich genau 100 Jahren rief der französische Schriftsteller André Breton diesen Begriff plus Manifest ins Leben, „auf der leidenschaftlichen Suche nach Freiheit in all ihren Gestalten“ (ein, wie ich finde, durchaus treffendes Zitat von ihm). Sigmund Freud, Zeitgenosse und Inspirationsquelle Bretons, schuf durch seine Traumdeutung und die hintergründige Analyse des Unterbewusstseins Veränderungen, die eine neue Art von Kunst angeregt, unseren Alltag sowie unsere Psyche hinterfragt und die Gesellschaft im Ganzen verändert haben.Die neue Formensprache brachte grundlegende Neuerungen mit sich – auch im Design. Bis heute bedienen sich Kreative an diesem Wandel. Sie gestalten Dinge, die aus dem Alltag ausbrechen, ihm fast Widerstand leisten. Einige dieser Objekte, die zwischen Traum, Imagination und Realität schweben, haben wir in diese Ausgabe gepackt. Ein Sammelsurium an realen surrealen Objekten – und vielleicht eine kleine Abwechslung und Stoff für Träume für die kommenden Monate.Ich wünsche Ihnen alles Liebe & viel Glück. Bleiben Sie gesund & haben Sie schöne Träume!