Samstag, 31. Januar 2026
 
   
 


Februar 26

 

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LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER!

 

Willkommen in der „Ikonen“-H.O.M.E.

 

Was strahlt in der Designwelt am stärksten? Was sind die Blue Chips des Wohnens? Klassiker sind das Stichwort der Stunde: Entwürfe aus prominenter Feder, die sich über Jahrzehnte bewiesen haben. Sie sind mehr als Produkte. Sie haben Designgeschichte geschrieben, werden in Museen und bedeutenden Sammlungen präsentiert, schmücken Bücher und Magazine. Klassiker sind Kulturgut. Das gilt umso mehr für jene Designs, die den Sprung zur Ikone gemeistert haben. Sie werden verehrt, sie werden begehrt. Als Nonplusultra des Designs kann sie niemand vom Sockel stoßen. Sie sind fest verankert auf dem Thron. Ihnen gehört der Thron.
Doch was macht Ikonen aus? Warum werden sie als solche betrachtet? Was entzieht sie der Vergänglichkeit? H.O.M.E. schafft Übersicht in der Design-Ikonografie: In unserer „Hall of Fame“ (ab Seite 58) zeigen wir visionäre Entwürfe, die das Wohnen und Leben maßgeblich verändert haben. Möbel und Leuchten, die von Mut und Weitsicht getragen sind und damit neue Maßstäbe geschaffen haben. Zeitgeist ist immer auch eine Frage der Perspektive. Welche Stilwelten präferieren die Generationen X, Y, Z? Welche Ikonen faszinieren sie? Kleiner Spoiler: Es ist vor allem der Zugang zum Räumlichen, der hier entscheidend wirkt – vom kommunikativen Kochen oder Cocooning zu Bühnen der Selbstinszenierung, alles freilich mit ausdrucksstarken Objekten, denen es gewiss nicht an Charakter fehlt. Mehr dazu ab Seite 74.
Ikonen fallen nicht vom Himmel. Sie werden geschaffen. H.O.M.E. gratuliert Verner Panton zum 100. Geburtstag (ab Seite 54). Wir blicken auf die wunderbare Welt des Jorge Zalszupin. Der polnische Architekt emigrierte einst nach Brasilien und wird dort in einem Atemzug mit Meistern wie Oscar ­Niemeyer genannt. Star-Kaliber ist bei der großen Charlotte-Perriand-Retrospektive (ab Seite 106) vorprogrammiert, die derzeit in Krefeld zu sehen ist – in einer Villa von Mies van der Rohe. Bei Formen für die Ewigkeit ist der Londoner Designer Michael Anastassiades ganz in seinem Element. Wir trafen ihn in Kopenhagen und sprachen mit ihm über kochende Hinkelsteine, antike Vorbilder und die Schönheit der Proportion (ab Seite 48).
Für unsere erste H.O.M.E. Story besuchen wir ein Haus, das von Jean Prouvés Bruder Henri im französischen Nancy erbaut wurde (ab Seite 30). Nach Jahren behutsamer Sanierung präsentiert sich die Maison Brajzblat in neuem Licht. Ein Manifest des Mid-Century, gespickt mit Klassikern und Ikonen, die von der visionären Haltung der Fünfzigerjahre zeugen. Unsere zweite H.O.M.E. Story (ab Seite 40) entführt Sie nach Südschweden, wo die Designerin und Stylistin Marie Olsson Nylander mit viel Feingefühl für Farben und Stoffe ein Zuhause geschaffen hat, das ganz in den Sechzigerjahren schwelgt. Ruhe und Geborgenheit treffen hier auf gesteigerte Sinnlichkeit. 
Ikonen gibt es auch in den Lüften. Wir blicken auf 100 Jahre Lufthansa. Was tut sich gerade Interessantes über den Wolken? Von First-Class- und Business-Class-Kabinen über Airport-Lounges: Fliegen wird zu einem mobilen Zuhause, einem holistischen Erlebnis, bei dem Designqualität immer größer geschrieben wird. 
Erlauben Sie uns an dieser Stelle noch einen Punkt in eigener Sache: Nach über 25 Jahren H.O.M.E. in Deutschland und 30 Jahren H.O.M.E. in Österreich – im kommenden Oktober feiern wir unser großes Jubiläum – haben nicht nur wir uns verändert, sondern sicherlich auch Sie. Welche Schwerpunkte sind Ihnen heute bei H.O.M.E. besonders wichtig? Was können wir besser machen, was vertiefen? Ihre Meinung zählt für uns. Daher würden wir uns freuen, wenn Sie uns einen Moment Ihrer Zeit schenken und unseren Fragebogen ausfüllen. 

Viel Vergnügen!



 

 

Norman Kietzmann
EDITORIAL DIRECTOR