Dienstag, 6. Oktober 2026
 
   
 


Oktober 26

 

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LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER!

 

Willkommen in der „Gemeinschaft“-H.O.M.E.

 

Wir rücken wieder näher zusammen. Im Häuslichen wird die Entfremdung überwunden. Fehden werden beigelegt. Damit offenbart das H.O.M.E. eine Form von Kultiviertheit und 
Anstand, die auf weltpolitischer Ebene zurzeit ein wenig zu 
fehlen scheint. Gewiss, die Gegenwart ist komplex geworden. Um sie zu verstehen, braucht es eine offene Gesinnung. 
Gemeinschaft bedeutet nicht Vereinheitlichung, sondern eine Pluralität von Meinungen. Um diese mit voller Leidenschaft auszudrücken, rücken zwei Orte im H.O.M.E. besonders in den Fokus. Wir schauen auf das Revival der Conversation Pits (S. 66) – Sofas, die zu wahren Inseln anwachsen und kompakte Architekturen bilden. Der Gemeinschaftsort par excellence ist die Küche, der wir ein Special (S. 92) widmen. Dabei geht es um den ganzheitlichen Blick. Gäste zu empfangen, ist eine Kunst für sich. Wie sie mit Bravour gemeistert wird, enthüllt unser 
H.O.M.E. Dossier (S. 72). Auch stellen wir Köpfe vor, die ihre Tipps für den perfekten Abend teilen (S. 96).
Warum Design nur im Teamwork gelingt, darüber sprachen wir mit Sebastian Herkner (S. 44). Der Offenbacher Designer macht das Handwerk zum Verbündeten, lässt sich von der
Intelligenz der Hände leiten. Genau diese stand bei der vierten Edition der Ausstellung Homo Faber in Venedig im Mittelpunkt (S. 82). Gestaltet wurde sie von der Britin Es Devlin, die Show-Sets für Beyoncé, The Weeknd oder U2 entwickelt (S. 86).
Interieurs sind Bühnen für das Leben. Auch hier ist der gemeinschaftliche Ansatz wichtig, um keine Konflikte, sondern Harmonie zu erzeugen. Unsere H.O.M.E. Stories entführen Sie nach Kortrijk (S. 52) und Brüssel (S. 60). Wie eine Verwurzelung im Lokalen neue Räume kreiert, zeigt unsere Architekturgeschichte über Geoffrey Bawa (S. 114). Er war Vorreiter einer tropischen Moderne, die traditionelle, regionale Bauweisen aufgriff und in Orte von poetischer Kraft übersetzte. Dass es sich in ihnen herrlich diskutieren lässt, versteht sich ganz von selbst.

Viel Vergnügen!



 

 

Norman Kietzmann
EDITORIAL DIRECTOR