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LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER!
Willkommen in der „Neuen Relevanz“-H.O.M.E.
Firlefanz gibt es genug auf dieser Welt. Wir besinnen uns auf das, was wirklich wichtig ist. Und das sind in jedem H.O.M.E. vor allem Dinge, die nicht nur für den Moment Bestand haben, sondern einen Anker in die Zukunft werfen. Sie gehen über die Vergänglichkeit hinaus, sind ihr geradezu enthoben. Was der Schlüssel zur Zeitlosigkeit ist, darüber haben wir mit dem Mailänder Architekten, Designer und Art Director Piero Lissoni gesprochen (ab S. 42). Dass es mitunter subtile Eingriffe in puncto Materialität und Farbe braucht, um Klassiker der Zwanzigerjahre in unsere heutige Ästhetik einzubetten, verrät uns Modedesignerin Jil Sander (ab S. 92). Mit unserem H.O.M.E.-Dossier zum Thema Relevanz (ab S. 68) erkunden wir die Stufen zur Unsterblichkeit. Wir werfen den Blick auf einen Star (ab S. 94), den nur wenige kennen und der doch von erheblicher Bedeutung ist. Kleiner Spoiler: Bei ihm wird derzeit geklaut wie bei kaum einem anderen! Für unsere H.O.M.E.-Storys reisen wir nach Neapel (ab S. 50), wo das Dachgeschoss eines Palazzo in ein lichtdurchflutetes Refugium verwandelt wird. In Mailand besuchen wir ein Apartment mit filmreifen Sequenzen (ab S. 60). Jeder Raum gleicht einer Szene, gespickt mit sorgsam ausgewählten Dingen, die atmosphärische Dichte mit Design-Relevanz in Einklang bringen. Im H.O.M.E.-Architekturteil gratulieren wir Tadao Ando zum 85. Geburtstag (ab S. 100). Der Japaner gilt nicht nur als Meister des Sichtbetons, sondern zeigt ein besonderes Faible für Inszenierungen des Himmels. Zudem schauen wir auf Gebäude, die die Prinzipien der Moderne auf gekonnte Weise in unsere Gegenwart holen (ab S. 106). Wie einer der schönsten Paläste am Canal Grande in Venedig zu neuem Leben erweckt wird, offenbart unser Besuch der Fondazione Dries Van Noten (ab S. 122). Wie das gelingt? Ganz klar durch eine Infusion an Schönheit, pardon, Relevanz!
Viel Vergnügen!
Norman Kietzmann EDITORIAL DIRECTOR |